Badmintonregeln

Erstellt am Donnerstag, 12. Mai 2005

Wichtige Badminton-Regeln

Spielidee

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Badminton gehört zu den Rückschlagspielen (wie Tennis u. Tischtennis). Als Einzelspiel (2 Spieler) oder als Doppel (2 Spielpaare), wird von den Spielern ein gefiederter Ball im Flug mit einem Schläger abwechselnd hin- und hergeschlagen. Ziel eines solchen Ballwechsels ist es, den Federball den Regeln entsprechend so über das Netz zu spielen, daß er in der Spielhältfe des Gegners den Boden berührt oder von ihm nur fehlerhaft zurückgespielt werden kann. Generell kann nur der aufschlagende Spieler Punkte erzielen. Begeht der Aufschläger einen Fehler, so erhält er keinen Punkt und verliert das Aufschlagsrecht.
Im Doppelspiel wird der Aufschlag erst nach 2 Fehlern abgegeben. Badminton erhält seinen Reiz durch das besondere Flugverhalten des Balles. Er wird bis auf 250 km/h beschleunigt, kann aber im nächsten Augenblick leicht wie eine Feder zu Boden sinken. Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer aber auch taktische Disziplin, lassen die Vielseitigkeit dieser anspruchsvollen Sportart erkennen.

I. Spielfeld

Das rechteckige Spielfeld (Einzel: 13,4 mal 5,18 Meter, Doppel 13,4 mal 6,1 Meter) wird durch 4cm breite Linien begrenzt. Die Linien sind Teil des Spielfeldbereichs, den sie begrenzen. Das heißt Linienbälle sind "in". Oder um es deutlicher suzudrücken: Alle Maße sind Außenmaße; das Klebeband muß nach innen geklebt werden!. Ausnahme: Die Mittellinie für die Aufschlaghälften!. Die Netzständer haben auf der Linie zu stehen. Es gibt die Klebebänder nur in 38 mm Breite.

II. Netz

Die Netzoberkante ist 1,55 m (an den Pfosten) bzw. 1,524 m (Feldmitte) vom Boden entfernt.

III. Federball

Der Federball darf aus natürlichen und/oder synthetischen Materialien hergestellt werden. Geschwindigkeitstest von Federbällen: Kräftiger Unterhandschlag (nicht maximal) von der rückwärtigen Betrenzungslinie (= hintere Aufschlaglinie für Einzel. Der Federball sollte auf der anderen Seite ungefähr auf die hintere Aufschlaglinie für Doppel fallen. Mögliche Abweichung: ca. + 27 cm/- 15 cm.
In manchen Feldern sind Markierungen angebracht die den Bereich angeben. in den ein Ball bei einem Geschwindigkeitstest fliegen soll . Danach landet ein Federball mit korrekter Geschwindigkeit nicht weniger als 53 cm und nicht mehr als 99 cm von der rückwärtigen Begrenzungslinie entfernt auf dem Boden. Die Geschwindigkeit von Naturfederbällen kann verändert werden, indem man die Spitzen der Federn nach innen (= schneller) oder nach außen (=langsamer) umknickt.


IV. Schläger

Folgende Maße dürfen nicht überschritten werden: Gesamtlänge: max. 68 cm, Gesamtbreite max. 23cm. Bespannte Fläche: Länge max. 28 cm, Breite max. 22 cm. Die Verlängerung der Besaitung ist bis auf 33 cm zulässig. wenn das verlängerte Stück, also max. 5 cm, max 3,5 cm breit ist (siehe Abbildung der Schlägermaße und Bezeichnungen). Mit einem Schläger mit gerissener Saite darf nicht gespielt werden.

V. Los

Vor Spielbeginn wird gelost (Münze werfen, Schlägerdrehen oder Federball hochschlagen: derjenige gewinnt. auf den der Schlägerkopf bzw. der Kork des Federballes zeigt). Die Seite, die das Los gewinnt, darf wählen zwischen erstem Aufschlag, Rückschlag oder Spielbeginn auf einer bestimmten Seite. Wird erster Aufschlag gewählt, darf der Verlierer des Loses die Seite wählen. Wird Rückschlag gewählt, darf er aufschlagen und die Seite wählen. Wählt der Losgewinner die Seite, darf der Verlierer zwischen erstem Aufschlag und Rückschlag wählen. VI. Spiel- und PunktständeEin Spiel geht (wenn nicht anders vereinbart) über 2 Gewinnsätze. Hat nach zwei Sätzen jede Seite Seite einen Satz gewonnen. wird ein dritter Satz ausgetragen.
Ein Satz geht bis 15 Punkte (Herreneinzel, Herrendoppel, Damendoppel,gemischtes Doppel) oder 11 Punkte (Dameneinzel). Bei 10:10 (Dameneinzel) bzw. 14:14 (Herreneinzel, Herrendoppel, Damendoppel,gemischtes Doppel) kann die Seite, die zuerst 10 Punkte bzw. 14 Punkte erreicht hat "setzen": Bei 10:10 auf 13, bei 14:14 auf 17. Es wird dann bis 13 bzw 17 Punkte gespielt. Es besteht aber keine "Setzpflicht". Die Wahl einen Satz zu setzen muß erfolgen, bevor der nächste Aufschlag ausgeführt ist. nachträglich darf nicht gesetzt werden. Wenn gesetzt wurde. wird einfach bis 13 bzw. 17 Punkte weitergezählt.Die Seite, die einen Satz gewinnt, hat im nächsten das Aufschlagrecht.


Die Spieler wechseln die Seiten: nach Ende des 1, Satzes; vor Beginn des 3. Satzes; im dritten Satz bei 6 (Dameneinzel) bzw. bei 8 (Herreneinzel und Doppeldisziplinen).

VIII. Aufschlagregeln

Sobald die Spieler ihre Positionen eingenommen haben, gilt die erste Vorwärtsbewegung des Schlägerkopfes als Aulschlagbeginn. Der Aufschlag gilt als ausgeführt, wenn der Ball vom Schläger des Aufschlägers getroffen wurde oder der Ball den Boden berührt. Wenn der Aufschläger den Ball nicht trifft und der Federball zu Boden geht oder vom Aufschläger nach dem Anwerfen wieder gefangen wird; ist dies ein Fehler. Ein Fehler liegt auch vor wenn sich beim Aufschlag der Federball an der Netzkante verfängt und hängenbleibt oder nach Überfliegen des Netzes im Netz hängenbleibt. Ein Aufschlag darf nicht verzögert werden (mehr als 5 sec.). Ein Teil beider Füße des Aufschlägers und Rücksehlägers muß während des Aufschlags in ruhiger Bodenberührung bleiben, d.h. ein Nachziehen eines Fußes ist nicht erlaubt ( = keine ruhige Stellung), ein Wippen mit dem Fuß ist erlaubt, wenn es nicht als unfaire Handlung angesehen werden kann. Für Auf- u. Rückschläger gilt: nicht die Linien berühren!; der Ball darf beim Aufschlag nur am Fuß (= Kopf). also nicht an den Federn und auch nicht an Fuß und Federn gemeinsam getroffen werden; der Balltreffpunkt muß unter der Taille liegen. die Taille wird als Linie in Höhe des untersten Punktes der untersten Rippe (=2 Finger breit über dem Beckenkamm) definiert; die Hand, die den Schläger hält, muß bei Aufsehlagausführung deutlich über dem oberen Rand des Schlägerkopfes sein; eine Bewegungsunterbrechung gilt als Täuschung (gleichmäßige Beschleunigung!).
Der Aufschläger und der Rückschläger stehen sich in ihren Feldern schräg gegenüber (der Aufschlag erfolgt in das diagonal liegende Aufschlagfeld der gegnerischen Seite), beim Doppel dürfen die Partner von Auf- u. Rückschläger (auf ihrer Spielfeldseite) überall stehen, sie dürfen aber den Aufschläger/Rückschläger nicht in der Sicht behindern.
Eine Wiederholung eines Aufschlages gibt es, wenn der Aufschläger und der Rückschläger bei der Aufschlagausführung gleichzeitig einen Fehler machen (Z.B. beide heben einen Fuß). Eine Wiederholung muß auch dann erfolgen, wenn der Rücksehläger nicht bereit war. Ein Rückschläger war bereit, wenn er a) mit Blick auf den Aufschläger ruhig stand und b) einen Rückschlagversuch unternahm.


IX. Einzelspiel

Der Aufschlag wird vom rechten Aufschlagfeld ausgeführt und vom rechten zurückgeschlagen, wenn der Aufschläger noch keine Punkte oder eine gerade Punktzahl in diesem Satz hat. Der Aufschlag wird vom linken Feld ausgeführt und im linken angenommen, wenn der Aufschläger eine ungerade Punktzahl hat. Der Aufschlag ist immer ins diagonal gegenüber dem Aufschlagspieler befindlichen Aufschlagfeld zu spielen.
Der Rückschläger richtet sich stets nach dem Punktestand des Aufschlägers. X. Doppelspiel (Damendoppel, Herrendoppel, gemischtes Doppel) Zu Beginn eines Satzes und jedesmal, wenn eine Seite das Aufschlagrecht gewinnt, wird der Aufschlag vom rechten Aufschlagfeld ausgeführt.
Berührt der Federball beim Aufschlag den Partner des Rückschlägers gewinnt die aufschlagende Seite den Punkt (auch, wenn der Aufschlag nicht ins diagonale Aufschlagfeld gegangen wäre). Bei Beginn eines Satzes, also das allererste Aufsehlagrecht, hat die zuerst aufschlagende Seite nur ein Aufschlagrecht. Bei Verlust geht das Aufschlagrecht daher nicht an den Partner, sondern gleich an den Rückschläger. Danach hat jede Seite zwei Aufsehlagrechte. Jede Seite darf also so lange aufschlagen, bis sie einen zweiten Fehler begeht. Nach Verlust des Aufschlagrechtes des ersten Aufschlägers geht es an seinen Partner über. Der darf nun ebenfalls so lange Punkte machen (=aufschlagen), bis seine Seite einen weiteren Fehler macht. Danach geht das Aufschlagrecht an die andere Seite. Auf der Seite mit dem Aufschlagrecht beginnt immer der Spieler, der im rechten Aufschlagfeld steht mit dem Aufschlag. Er schlägt den Federball zu dem Spieler im diagonal gegenüberliegenden Doppel-Aufschlagfeld. Der Aufschlagende hat im Spielverlauf immer dann im rechten Aufschlagfeld zu stehen, wenn die eigene Seite eine gerade Punktzahl hat ( also z.B. 0, 2, 4, 6 usw). Die Punktzahl des Gegners spielt keine Rolle. Der Partner dieses Spielers steht bei gerader Punktzahl immer links. Bei ungerader Punktzahl steht der Aufschläger links, sein Partner rechts. Für das rückschlagende Paar gelten die gleichen Regeln. Um korrekt zu stehen müssen sie sich auch am eigenen Spielstand orientieren. Eine Verwechslung des Aufschlagfeldes liegt vor, wenn a) ein Spieler außerhalb der Reihenfolge den Aufschlag ausgeführt hat (wenn er aufschlägt, obwohl die andere Seite das Aufschlagrecht hat oder wenn sein Partner eigentlich den Aufschlag ausführen müßte) b) vom falschen Aufschlagfeld aus aufgeschlagen wurde c) ein Rückschläger im falschen Aufschlagfeld steht. Bei Verwechslung gilt: Wenn sie noch vor Beginn des nächsten Ballwechsels bemerkt wird; wird korrigiert. Bei Bemerken nach einem Ballwechsel, aber noch vor dem nächsten Aufschlag gilt a) Korrektur der Verwechslung und Wiederholung, wenn die schuldige Seite den Punkt gemacht hat, b) die veränderte Stellung bleibt bestehen, der Ballwechsel zählt, wenn ihn die schuldige Seite verloren hat. Sind beide Seiten falsch gestanden und wird dies vor dem nächsten Ballwechsel bemerkt: Korrektur und Wiederholung. Wird die Verwechslung nicht vor Ausführung des nächsten Aufschlages bemerkt, bleibt sie für den Rest des Satzes bestehen.


XI. Fehler

Ein Fehler liegt von wenn1)
-der Federball außerhalb der Begrenzungslinien des Spielfeldes den Boden berührt: er durch das Netz oder unter dem Netz hindurchfliegt, er das Netz nicht überfliegt; er das Dach*, die Decke* oder die Seitenwände berührt; er einen Spieler oder seine Kleidung berührt (auch wenn sich der Spieler außerhalb des Spielfeldes befindet); er irgendeinen anderen Gegenstand oder eine andere Person außerhalb der Spielfeldumgebung berührt.
-sich im Spiel der Anfangsberührungspunkt mit dem Federball nicht auf der Seite des Netzes des Schlagenden befindet. Der Schlagende darf aber im Verlauf eines Schlages mit seinem Schläger dem Federball über das Netz folgen. Ein Rückschlag darf schon erfolgen, wenn erst ein Teil des Federballes das Netz überflogen hat. 2)
-ein Spieler, während der Ball im Spiel ist das Netz oder dessen Haltevorrichtung mit dem Schläger, seinem Körper oder seiner Bekleidung berührt; er mit dem Schläger oder seinem Körper über dem Netz in das gegnerische Spieffeld eindringt; er mit dem Schläger oder seinem Körper unter dem Netz in das gegnerische Spielfeld eindringt und der Gegner dadurch behindert oder gestört wird (erlaubt ist es jedoch, beim Versuch einen netznahen Ball zurückzuschlagen mit dem Fuß oder einem Teil des Schlägers in die gegnerische Seite einzudringen, nur darf der Gegner nicht behindert werden); er den Gegner daran hindert, einen zulässigen Schlag auszuführen, der dem Federball über das Netz folgt (also nicht erlaubt: Schläger einfach über die Netzkante halten, um einen Ball abprallen zu lassen); er während des Spieles seinen Gegner vorsätzlich durch irgendwelche Handlungen wie Rufen oder Gebärden ablenkt. 3)
-der im Spiel befindliche Ball vom, Schläger aufgefangen und festgehalten wird und dann geschleudert wird; der Ball vom selben Spieler zweimal hintereinander mit 2 Schlägen geschlagen wird; der Ball von einem Spieler und dessen Partner hintereinander geschlagen wird (im Doppel).


XII. Wiederholung

1)
Eine Wiederholung kann bei jedem unvorhergesehenen oder unbeabsichtigten Ereignis gegeben werden, also wenn etwas zufällig und ungwollt geschiet:
-Berührung des Daches oder herabhängender Teile durch den Ball, wie es in der Fußnote zu XI. 1) beschrieben ist.
-Berührung eines über die Netzkante (über 1,55 Meter) hinausragenden Teiles des Netzpfostens durch den Ball sofern der Pfosten auf der seitlichen Begrenzungslinie für Doppel steht. Steht er außerhalb: Fehler. Ist der Pfosten nicht höher als das Netz: so entscheiden, als wenn die Netzkante berührt worden wäre.
-Ein Gegenstand (z. B. Federball aus Nachbarfeld) fällt ins Spielfeld oder den Auslauf oder durchfliegt den Raum über dem Spielfeld. Wenn eine Person durch den Auslauf geht und einen Spieler irritiert oder beinträchtigt, gibt es auch Wiederholung.
Eine Wiederholung kann gegeben werden, wenn der Ball der Sicht des Schiedsrichters oder eines Spielers zeitweilig entzogen wird. weil er herabhängende Teile oder Balken überfliegt oder hinter diesen entlangfliegt.
Keine Wiederholung gibt es, wenn im Doppel eine Behinderung durch den Partner erfolgt. 2)
Eine Wiederholung gibt es, wenn
-der Federball sich derart im Netz verfängt, daß er auf der Oberkante hängenbleibt, oder nach Uberfliegen des Netzes im Netz hängenbleibt (bei einem Aufschlag gilt dies nicht),
-während des Aufschlages sowohl Rückschlägcr wie auch Aufschläger gleichzeitig einien Fehler begehen.
-der Aufschläger den Aufschlag ausführt, bevor der Rückschläger bereit ist.
-während des Spieles der Federball auseinanderfällt und sich der Fuß vollständig vom übrigen Federball löst: keine Wiederholung gibt es aber wenn der Ball durch Zusammenziehen des Korbes zur "Rakete" wird.

XIII. Federball nicht im Spiel

Ein Federball ist nicht mehr im Spiel, wenn
-er das Netz berührt und sich dort verfängt oder an der Netzoberkante hängenbleibt.
-er das Netz oder den Pfosten berührt und dann beginnt auf der Netzseite des den Schlag ausführenden Spielers auf den Boden des Spielfeldes zurückzufallen (also bei Beginn der Abwärtsbewegung ist der Federball nicht mehr im Spiel, d.h. ein Gegner, der nach Beginn der Abwärtsbewegung mit seinen Schläger das Netz berührt begeht keinen Fehler).
-er den Boden des Spielfeldes berührt.
-der Tatbestand eines Fehlers oder einer Wiederholung vorliegt.

XIV. Spieltunterbrechung

-Zwischen dem 1. und 2. Satz ist eine Pause von max, 90 Sektinden erlaubt, in der auch ein Trainer Ratschläge geben darf (Coaching).
-zwischen dem 2. und 3. Satz ist eine Pause von max, 5 Minuten erlaubt. Die Spieler dürfen, wenn beide es wünschen, kürzere Pausen machen oder sofort weiterspielen. Im Doppel reicht es, wenn einer der Spieler eine Pause verlangt. Das Präparieren neuer Bälle und Maßnahmen zur Regeneration, für Kleiderwechsel und Materialpflege, müssen in dieser Zeit geschehen.

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