Kleine Boulekunde

Erstellt am Freitag, 29. April 2005

Spielverlauf

Zu Beginn wird ausgelost welche Mannschaft das Schweinchen (Ziel) zuerst werden darf.  Die Mannschaft (A), die beginnt, zieht einen Abwurfkreis von 35-50cm Durchmesser, aus dem das Schweinchen auf eine Entfernung von 6-10 m geworfen wird.
Ein Spieler der beginnenden Mannschaft wirft (legt, punktiert, plaztiert) nun seine erste Kugel so nahe wie möglich an das Schweinchen. Der Wurf erfolgt mit geschlossenen Füssen (Pétanque = Pieds tanques) aus dem Wurfkreis. Beide Beine müssen Bodenkontakt halten, bis die geworfene Kugel den Boden berührt.
Nun versucht die andere Manschaft (B) näher an das Schweinchen heranzulegen. Gelingt Ihr dies nicht, muss sie solange werfen bis es Ihr gelingt bzw. bis sie über keine Kugeln mehr verfügt. Dann erst kommt wieder Mannschaft A an die Reihe. Wenn alle Kugeln beider Teams gespielt sind, wird gewertet.
Den Durchgang hat die Mannschaft gewonnen, die mindestens eine Kugel näher am Schweinchen platziert hat als die gegnerische Mannschaft.  Für jede Kugel die näher liegt als die beste gegnerische, gibt es einen Punkt. Pro Aufnahme können also maximal sechs Punkte erzielt worden. Gespielt wird solange, bis ein Team dreizehn Punkte erreicht hat.
Höchst simpel also - und was soll daran so faszinierend sein ? Das einfache Prinzip dieses Spiels lässt der Taktik und Phantasie den Raum, der jeden Durchgang anders aussehen lässt. Ein taktischer Fehler ist meist gravierender als eine schlecht gespielte Kugel.
Bei jeder zu spielender Kugel bieten sich so viele Möglichkeiten der Ausführung (gegnerische Kugel wegschiessen – den Weg zum Ziel verbauen um Verlust zu limitieren – mit der Kugel Lage des Ziels verändern etc.) dass darüber schon dicke Abhandlungen geschrieben wurden.

Spieltechniken

Grundsätzlich gibt es zwei Arten die Kugel zu spielen - beilegen oder schiessen. Es gibt zwar die unterschiedlichsten Techniken beim Beilegen und Schiessen, um aber diese Techniken in den Griff zu bekommen, sollten Sie auf die richte Handhaltung achten (man wirft mit der nach unten gewandten Handfläche)! Dadurch bekommt die Kugel einen gewissen Rückdrall, und wenn Sie den Dreh raushaben, können Sie die Kugel so manipulieren wie es Bodenbeschaffenheit und Spielsituation verlangen.
Mindestens genauso wichtig wie die Beherrschung der Technik ist die Taktik, die dem Spiel die Würze gibt. Beim Spiel mit alten Hasen werden Sie schnell erfahren warum zugemacht werden muss, ein Schuss zu gefährlich oder zu spät oder auch unbedingt notwendig, bzw die einzige Rettung ist. Denn Eintopf steht bei diesem Spiel nicht auf der Karte.

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