Martinas Erfahrungsbericht vom 25-Stundenlauf

Erstellt am Mittwoch, 14. September 2005
Foto: Lars Groth, WK Unsere Lauffreundin Martina Sch. war in Wiesbaden dabei und schildert nachfolgend ihre Eindrücke und Erfahrungen:
Der 25-Stundenlauf wurde von der Wiesbadener Sportförderung (Wispo) anlässlich deren 25-jährigem Bestehen  ausgetragen. Mit im Boot war der Wiebadener Kurier mit ausführlichen Beiträgen  in den letzten Wochen und auch danach. Weiterhin hatte sich der WK zum Sponsoring von insgesamt 7 Teams (idealerweise bestehend aus 10 Laufverrückten)
entschlossen. Für diese Teams konnte man sich vor Wochen anmelden, da gab es  Anfänger, erfahrene Läufer, 50 plus und Leute, die noch nie gelaufen sind zur Auswahl. Da haben Karin Stamer (Team 50 plus) und ich (Team erfahrene  Läufer, später die "Stadt-Schleicher") uns seinerzeit beworben. Bis zum Ultimo  haben wir uns mit unseren Teams immer mal wieder getroffen. Es gab  auch einige Ausfälle, so das wieder Nachrücker gesucht werden mussten. Am  Ende hatte dann jedes Team sich und seine Taktik gefunden, mit der das  Läuferfeld aufgemischt werden sollte. Bei den Stadt-Schleichern lief es dann am Samstag so gut, wir konnten  uns bereits bei der Zeitauswertung um 12 Uhr über einen Rang 8  freuen. So spätestens da war unser Ehrgeiz  richtig geweckt. Von da an mussten richtig Runden geschrubbt werden.  Wir haben sogar nochmal unseren aufgestellten Zeitplan umgestellt, als wir  bemerkt haben, wenn jeder abwechselnd nur eine Runde (925 m) läuft, sind wir  noch schneller. Obwohl es insgesamt sehr anstrengend war, hat man bei dem ganzen  Beifall und Anfeuerung gedacht, man könnte fliegen.
Die Nacht war wirklich hart,  zumal es gerade bei meiner Stundenschicht (mit meinem Partner Stefan) einen  heftigen Gewitterregen gab. Aber das Gruppenerlebnis ist sowas von Klasse  gewesen, da vergisst du alles, sogar schmerzende Beine. Und als wir dann noch  auf dem Monitor der Rennleitung gesehen haben, dass wir uns in der Nacht auf  Platz 6 vorgeschoben haben, war das Team nicht mehr zu halten. Keine Müdigkeit  mehr, kein Jammern über Stechen im Knie oder harte Waden, geheult wird  später!! Sonntag morgens um 10 Uhr, als dann wirklich jeder fast auf dem  Zahnfleisch ging hat unser lieber Sponsor (der wollte uns leiden sehen) noch mal  ein Extra-Rundengeld ausgesetzt, so das wir dann immer nochmal das  Allerallerletzte rausholen mussten. Da sind wir aber knapp vorbeigeschrammt, das  Extrageld hat sich die Gruppe von der Polizei (die Flotten Grünen) geholt, mit  der wir uns übrigens fast über den gesamten 25-Stundenlauf immer wieder auf der  Plätzen zwischen 6 bis 8 abgewechselt haben.
Übrigens ist auch Erich Meurer noch mit von der Partie gewesen. Das war auch so ein dolles Ding. Stefan Klein und Volker Meurer sind mit ihrer Firma  (Federal Mogul) als Mogul-runners unterwegs gewesen. Ein Läufer aus diesem Team  hat sich gleich bei seiner ersten Runde derart verletzt, dass er nicht  weitermachen konnte. Und da hat der Volker seinen Papa angerufen und der hat sofort seine Tasche gepackt. So hat er denn auch ab etwa 14 Uhr seine Runden im Kurpark gedreht. Verrückt, oder ? Die Welt ist doch ein Dorf unter Läufern.
Als das Schlusssignal ertönt war, war dann endgültig jeder nur noch kaputt und wollte nach Hause. Man ließ noch eine zum Glück sehr kurze Siegerehrung im strömenden Regen über sich ergehen, dann war endgültig Schicht im Schacht.
Zumindest die Stadt-Schleicher haben aber schon wieder rundgemailt und planen neue gemeinsame Aktivitäten!
Der Tag danach hat wohl allen Teilnehmern einen irgendwie Cowboymäßigen Gang beschert, aber es war absolut Superklasse, dabei gewesen zu sein.
Zum Schluss noch die Platzierungen:
Platz  6  für die Stadt-Schleicher mit 350 gelaufenen  Runden
Platz  8  für die Mogul-runners     mit 341  gelaufenen Runden
Platz 20 für das Team 50 plus     mit 299 gelaufenen  Runden

War das genug Information???
Bis Donnerstag beim Laufen
Martina
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