Gletscher-Grundkurs

Erstellt am Dienstag, 08. November 2005 Geschrieben von Michael Hesse
c_150_120_16777215_00_images_stories_tgw_abt_klettern_gletscher3.jpg Am 31.07.05 hatten wir uns (Bergführer Klaus von der Alpinschule Bergpfade.de, Marcel, Markus und Michael) in Umhausen im Ötztal getroffen. Ein Campingplatz war unser Basiscamp, wir sortierten und glichen die Ausrüstung ab. Klaus hatte Vorgaben gemacht, jetzt wurde kontrolliert und eventuell mit Leihausrüstung ausgeglichen. Solch ein Check ist wichtig, lebenswichtig! Was alles mit musste: Steigeisen, Pickel, Reepschnüre in fast allen Längen, Helme, Bergstöcke, Schlingen, Karabiner, Eisschrauben, Rolle, Sitzgurt, Brustgurt usw. und natürlich ein Seil (60 m. Da wir "nur" eins hatten durfte es auch jeder Mal tragen.
Nach dem alles gepackt war wurden wir von unserem Taxiservice (Danke an Marion und Niklas) nach Vent (1700 m) gefahren. Hier sollte unser Ausgangspunkt sein.
Bei schönstem Wetter hatten wir uns entschlossen  mit einer Aufstiegshilfe bis kurz oberhalb Rofen zufahren.
So ging es dann auf nasser Führe über die Braunschweigerhütte (Pause) bis zu unserem Quartier der Vernagthütte.

ImageZum Aufstieg hatten wir einen nassen Tag erwischt. Aber es sollte ja besser werden.
Unser erster Kurstag führte über das richtige Anlegen der Ausrüstung, Gehtechnik, Einbinden in das Seil bis zum Gehen in der Seilschaft. Ganz nebenbei haben wir einiges über Ferner (Gletscher) erfahren.
Dann lernten wir die Gefahren kennen. Gletscherspalten queren, nicht ängstlich aber immer mit Respekt.
Wir haben in Fels und Eis verschiedene Bergungstechniken gelernt. Flaschenzug, Toter Mann, Einsatz Eisschrauben, Mannzug und Prusiken.
Auf unserer Tour zur Braunschweiger Hütte mussten wir leider abbrechen. Marcel hatte starke Kopfschmerzen, Höhenkrankheit? Erst einmal zurück zur Hütte. (P.S. Marcel ging es nach zwei Tagen wieder bestens)
Am nächsten Tag ist das Wetter umgeschlagen. Regen, Nebel und Schnee. Temperatur nur noch maximal 0° C. Keine guten Vorraussetzungen für weitere Touren. Wir wollten eigentlich zur Similaun Hütte wechseln und uns die Ötzi-Fundstelle anschauen. Für eine 12-Stunden-Tour keine Chance.
ImageAlso einen Tag in der Hütte bleiben. Ganz toll. Sie war nämlich voll belegt. Wir haben uns dann entschlossen den Kurs abzubrechen und sind vorzeitig wieder nach Vent abgestiegen. Natürlich wieder im Regen.
Fazit: Das war eine toller Grundkurs. Es hat allen gefallen und das Wetter kann man immer noch nicht buchen. Traurig ist, daß der Gletscherrückgang  unübersehbar geworden ist. In der Hütte hingen alte Bilder, da konnte man gut vergleichen. Für das nächste Jahr werde ich mich bei Klaus bestimmt zu einer Hochtour anmelden. Er sagte etwas von der Schweiz....
Michael

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